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Nachwuchsförderung in Aachen
So manches Talent schlummert im Verborgenen und wartet nur auf die Möglichkeit zu zeigen was in Ihm steckt. So gibt es bestimmt in vielen Vereinen junge dynamische Dan-Träger, die auf diese Chance warten. Im Bezirk Aachen startet am diesem Wochenende die praktische Nachwuchsförderung. Tobias Heiderich und Frank Scholtka, beide vom PTSV Aachen, referierten ihren ersten Bezirkslehrgang. Der Brander Turnverein stellte hierzu die Örtlichkeit zur Verfügung. Die Vorbereitung auf Prüfungen, und hier speziell auf die bevorstehende Bezirksprüfung, diente ihnen als Thema. Sie wollten nicht einfach ein paar Techniken zeigen, die den Prüfern gefallen und das Bestehen einfacher machen. Sie wollten den anwesenden Interessierten Prinzipien vermitteln. Prinzipien, die sowohl den anwesenden Weißgurten bei ihrer ersten Prüfung, wie auch den Trainern/Dan-Trägern bei der Prüfungsvorbereitung ihren Schüler helfen. Grifflösen/Griffsprengen stellten den Schwerpunkt der ersten Einheit dar. Die Befreiung aus den unterschiedlichen Griffkontakten mit den Prinzipen Bewegung, Impuls und Ablenkung. Funktionieren die Prinzipien auch wenn der visuelle Reiz nicht vorhanden ist. Hierzu wurden die Augen verbunden und das taktile Training forciert. Wie sagte bereits "Joda", der bekannte Jedi-Ritter aus der Star-Wars-Saga, "die Macht spüren Du musst!" So sollten die Übenden den Griff spüren und die Möglichkeit der Befreiung über die Schwachstelle - "die Lücke" - in Verbindung mit der Bewegung nutzen. Die zweite Einheit "Handgelenkhebel" nutzte die Prinzipien von Lager und Gegenlager. Welcher Hebel funktioniert wie und warum? Wie wichtig ist die richtige Atmung für Timing und Dynamik? Welchen Einfluss hat die Kraftkette auf die Impulsübertragung? Das war der Inhalt der dritten Einheit. In der letzten Trainingseinheit stand der Dreier-Kontakt in Verbindung mit Messerabwehr im Fokus. Den Prüflingen wurde für die entsprechenden Gurtfarben Drills gezeigt. Diagonales Aufnehmen der Messerhand in Verbindung mit "Kontrolle der waffenführenden Hand", oder "mit Störtechniken". Alles in allem konnte von den anwesenden Weißgurten bis hin zu den Trainern alle genügend Inspirationen für Prüfung oder Training mitnehmen. Die Premiere der beiden "Nachwuchsreferenten" hat super geklappt. Die Teilnehmer bedankten sich für den tollen Lehrgang mit einem langanhalten Applaus. Was möchte man mehr? So kann man im Bezirk Aachen sicher sein, dass das gewohnt hohe Niveau bestehen bleibt. Es bleibt mir neben den Dank an die beiden Referenten nur noch gemäß "Franz Kafka" zu sagen: "Der hat am besten für die Zukunft gesorgt, der für die Gegenwart sorge." Der Bezirk Aachen ist dabei.
Andreas Dern
Stellvertr. Bezirksvertreter Aachen



















